Etwa zwei Drittel der Bevölkerung bekennen sich in Deutschland zu einer christlichen Konfession.
Etwa die Hälfte davon ist römischkatholisch, die andere Hälfte evangelisch. Fast ein Drittel gehört keiner Religionsgemeinschaft an. Dies ist zum Großteil auf die Wiedervereinigung mit den überwiegend konfessionslosen Bürgern der neuen Bundesländer zurückzuführen. Nach dem nationalsozialistischen Völkermord lebten nur noch wenige Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland. Mittlerweile haben die jüdischen Gemeinden gut 100000 Mitglieder. Zunehmend gewinnen in Deutschland auch andere Religionen an Bedeutung. So bekennen sich viele der in Deutschland lebenden Ausländer zum Islam: Etwa 3,3 Millionen Muslime aus rund 40 Nationen leben in Deutschland, weshalb dem Dialog mit dem Islam eine große Bedeutung zukommt. Das Grundgesetz gewährleistet die Freiheit des Glaubens sowie die freie Religionsausübung. Deutschland hat keine Staatskirche. Der Staat beteiligt sich aber unter anderem an der Finanzierung konfessioneller Kindergärten und Schulen. Die Kirchen erheben eine Kirchensteuer, die vom Staat eingezogen wird, um soziale Dienste wie Beratungsstellen, kirchliche Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime zu finanzieren. Der schulische Religionsunterricht hat in Deutschland eine einzigartige Stellung: Er steht unter staatlicher Aufsicht, aber in inhaltlicher Verantwortung der Kirchen.
sumber : Buch
Tatsachen über Deutschland
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